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Die Nachrichten waren beunruhigend: kein Schnee in Sexten, dem Ziel unseres 5. Wintertrainings. Also organisierten wir auf die Schnelle Schneekanonen um dann zu lernen: der Winter in den Alpen ist eben unberechenbar. Über Nacht fiel reichlich Neuschnee, so dass wir an jedem Morgen unsere Autos erst einmal von ordentlich Masse befreien mussten.

Dem Schneevergnügen stand damit aber nichts mehr im Wege. Drei Tage Spaß auf reichlich Weiß. Am Sonntag, dem 20.01. reisten unsere Teilnehmer aus ganz Deutschland, der Schweiz und Italien an. Montags früh nach „Befreien“ unserer Fahrzeuge ging es auf die zwar geräumten aber noch glatten Straßen und auf die einzelnen Trainingssektionen. Es standen uns in Cortina das Flughafengelände und in Sega Digon Bergstrecken zur Verfügung, um alle Tücken des Winterfahrens zu simulieren. Bergauf- und Bergabfahrt, Bremsen, Anfahren, Ausweichen standen auf dem Programm, die Strecke bot Kreis-und Achtbahnen zum Kurvendrift. Begleitet und vorzüglich unterrichtet wurden wir von Porscheclub Deutschland – eigenen Instruktoren, die bestens auf die Besonderheiten unserer Fahrzeuge eingehen konnten. Die besonderen Verhältnisse bei Nacht konnten wir bei einer eigens angesetzten Nachtfahrt erproben, Rallyefeeling traf auf Fackelromantik.

Der anstrengende erste Tag klang bei einem rustikalen Südtiroler Abend aus.

Am Morgen wieder das gleiche Bild: wo ist mein Auto und könnte es evtl. unter diesem riesigen Schneeberg liegen? Die erste Herausforderung bestand darin, eine der begehrten Schneeschaufeln zu ergattern. Die gestern gewonnenen Trainingserfahrungen wurden dann unter Aufsicht unserer sehr kompetenten Instruktoren auf den verschiedenen Trainingsgeländen aufgefrischt und vertieft. Puh, mancher wünsche sich bei dem durchaus anstrengenden Programm, er wäre wie Beifahrer / Beifahrerin im Hotel geblieben, um Ski zu fahren oder das Spa zu nutzen.

Tradition hatte auch schon unser Hüttenabend. Anders als sonst, war aber schon die Anreise etwas Besonderes: entweder zu Fuß durch den winterlichen Wald reichlich Höhenmeter überwinden oder mit dem Ski-do (Motorschlitten mit Anhänger) mit ordentlich Speed bergauf. Der Hüttenwirt kredenzte uns einen selbsthergestellten Bergziegenkäse und begleitete den Genuss mit ebenfalls selbstgemachter Musik. Der Südtiroler Wein war nicht selbstgemacht aber dennoch ganz vorzüglich….Bergab fuhren wir sicherheitshalber alle mit dem Motorschlitten, man weiß ja nie.

Dass Jungs sich von Männern nur am Preis ihrer Spielzeuge unterscheiden zeigte sich sehr plastisch bei den zwischenzeitlichen Schneeballschlachten.

Wer wollte, konnte am Morgen nach dem üppigen Frühstück noch das ausgiebige Wellness-Angebot des Hotels Kreuzbergpass genießen, bevor es wieder individuell Richtung Heimat ging. Ein wirklich internationales Event!

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